Aussenlandewiesen 2013

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am 2013-12-28

SFGD Ausflug zu Außenlandewiesen in Vorarlberg und Tirol am 13. April 2013

SFGD Ausflug am 13. April 2013

Teilnehmer: Hanno, Jürgen, Manfred, Wolfgang, Franz und Alex, Sigrid und André.

Die Route führte uns über Klaus, Satteins, Ludesch, Schnann, Mils, Imst, Reute, Lechtal, Schnepfau und Andelsbuch. Wir trafen uns um 9 Uhr an der Werkstatt in Dornbirn. Gut gelaunt und mit etwas Wegproviant starteten wir Richtung Klaus. Ein kurzes Stück über die Autobahn und nach wenigen Kilometern kamen wir an unsere ersten Außenlandemöglichkeit.

Klaus

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Blick zum Dünserberg

Außenlandewiese Klaus, hört sich vom Namen recht sympathisch an und ist auch aus Betrachtung eines Anfängers recht übersichtlich. Die Entfernung zum Flugplatz beträgt ca. 11 km. Es gab einige Tipps von unseren Ortskundigen. Dünserberg musst Du hoch genug sein, dann ist es kein Problem bis zum Flugplatz zu kommen. “Hoch genug“ ist ja generell immer ein guter Tipp. Dünserberg kann ich auf Grund der Antenne leicht erkennen, von dort aus fliegt man über Übersachsen nach Hohenems. Wenn ich dann da zu niedrig bin, muss ich in die Wiese bei Klaus.

Wir diskutierten kurz den Anflug: Die Wiese liegt auf 450 m NN, also bei 900 NN ist Schluss und ich bereite mich auf eine Außenlandung vor. Der Anflug ist weitgehend hindernisfrei, ich muss nur von Süden kommend im Endteil um einen Baum rumfliegen aber ansonsten ist es O.K. Wichtige Hinweise wie Weidezaun, Bewuchs und Bewirtschaftung des Feldes darf ich auch nicht aus den Augen lassen, so erscheint mir der Tipp „Dünserberg hoch genug“ am besten.

Satteins

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Modellflugplatz mit Blick zum Dünserberg (rechts in den Wolken)

Weiter ging es nun nach Satteins. Das ist ein Modellflugplatz mit einem kleinem Stück Asphalt. Die Wiese ist weitgehend Hindernisfrei. Die Hochspannungsleitungen liegen südlich. Die Fliegerkollegen des Modellflugplatzes machen auf mich einen freundlichen Eindruck. Den Dünserberg konnte ich mir jetzt von der Rückseite anschauen und die Antenne ist wieder ein markantes Zeichen. Gleicher Tipp noch ein Mal: „Wenn Du da hoch genug bist dann ist es kein Problem zum Flugplatz“.

Ludesch

Anschließend ging es nach Ludesch. Diese Wiese liegt auf 560 NN, deren Länge beträgt ca. 500 m und ist eine Option wenn ich vom Seele, Breithorn oder Glatthorn komme. Eine Hochspannungsleitung kreuzt die Wiese im Süden. Wobei man laut Aussagen von meinen Fliegerkollegen auch vor der Stromleitung ins Endteil eindrehen kann. Von Norden bzw. Nordwest kommend fliegt man über ein Wohngebiet an. Die Wiese ist groß kann aber im Sommer bewirtschaftet sein, auch hier müssen wir auf Zäune achten.

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Schnann

Weiter führte unsere Strecke über die Autobahn, durch den Arlbergtunnel zur Außenlandewiese Schnann Süd. Bevor wir uns die Außenlandewiese anschauten gab es ein kleines Frühstück im Kaffee direkt an der Autobahn. Von hier aus hatten wir einen schönen Blick auf den Arlberg. Tipps über Höhen und Seilbahnen gab es genug. Als wir im Anschluss uns die Wiese ansahen musste ich feststellen, dass wir uns in einem sehr engen Tal befinden, was schon alleine den Anflug schwierig macht. Die Wiese liegt auf 1165 NN. Der erste Eindruck war erschreckend. Hochspannungsleitungen unmittelbar längs der Wiese. Beim begehen der Wiese konnte ich mir nun eher eine Landung vorstellen. Die Wiese hat eine Länge von ca. 400 m. Auch die zweite Option in Schnann Nord zu landen war nicht erbauend. Hier befanden sich jede Menge Erntehäuschen im Feld. Was uns eine Landung als undenkbar erscheinen ließ.

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Mils

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Ca. 15 km weiter schauten wir uns die Außenlandewiese Mils an. Nach dem engen Tal, war hier schon der erste Eindruck befreiend. Viel Platz und jede Menge Möglichkeiten gab es hier. Ein Autohaus neben der Wiese hat schöne Werbefahnen die uns helfen die Windrichtung festzulegen. Der Acker überzeugt uns in der Länge und Breite. Bei geschickter Routenwahl wäre die Außenlandewiese Mils der Wiese in Schnann vorzuziehen.

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Imst

Von Mils ging es nun weiter nach Imst. Luftlinie keine 10 Km von Mils entfernt. Imst bot uns zwei Wiesen im dicht besiedelten Ort an. Imst selbst liegt auf 714 m MSL, die Länge der Wiese beträgt ca. 300 m. Angeflogen kann nur aus westlicher Richtung. Es muss eine Fabrik im Endteil überflogenen werden und auf deren Schornstein sollte ich auch noch achten. Da erscheint mir die 300 m sehr kurz, sollten wir die Wahl haben so ist doch Mils die bessere Variante.

Von Imst aus ging es nun über den Fernpass ins Lechtal. Der Mittag war schon weit fortgeschritten, und Hunger trieb uns an. Nach dem Pass erhält man einen schönen Blick auf das Zugspitzmassiv. Ein kurzer Stopp und Heimatkunde für mich. Tipp: „Du kommst aus dem Lechtal, Zugspitze links liegen lassen und dann über das Wettersteingebirge Richtung Seefeld“.

In Reute versuchten wir nun noch ein warmes Mittagessen zu erhalten. War aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr ganz einfach. So machten wir uns direkt zum Flugplatz Reute auf. Das schöne Wetter lies uns draußen sitzen. Wir freuten uns über die Gastfreundschaft der Segelfliegergaststätte, der Wirt machte uns ein paar Würstchen warm und den mitgebrachten Kuchen durften wir auch bei einer Tasse Kaffee genießen.

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Bach

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Nach unserer Pause ging es nun ins Lechtal Auf der Stecke bis zur Außenlandewiese Bach sind einige Felder landbar gewesen. Die Wiese Bach ist die erste Möglichkeit vom Hochtannbergpass oder von Lech-Warth kommend. Bach wird wieder von Drachenflieger und Gleitschirmflieger genutzt. Es gibt einen Windsack ebenso sollten wir auf den nahe gelegenem Fußballplatz achten.

Schnepfau

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In Warth machten wir noch eine kurze Pause und fuhren dann wieder das Tal hinunter. Nun kamen mir wieder Bekannte Orte wie Schröcken, Schoppernau oder Egg entgegen. Ziel waren nun die Außenlandewiesen Schnepfau und Andelsbuch. Die Wiese Schnepfau liegt nördlich an der Bundesstraße 200 Die Platzrunde sollte nördlich geflogen werden da die Kanisfluh mit Ihrem Felsmassiv einen südlichen Anflug erschwert.

Andelsbuch

Die Letze im Bunde ist nun Andelsbuch. Ein freistehendes rotes Haus mitten in einer Wiese ist eine Orientierungshilfe, nördlich davon befindet sich die eigentliche Landewiese. Das Endteil des Anflug erfolgt: von Süden kommend über das rote Haus oder wenn von Norden kommend über den kleinen Weiler Meisten. Die Bregenzer Ach liegt westlich von uns, die Wiese ist groß und Hindernisfrei.

Abschluss

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Die Ausflügler Wolfgang, Manfred, André, Franz, Jürgen und Hanno

Mit vielen gesammelten Eindrücken ging es nun wieder zurück über das Bödele nach Dornbirn. Eine bemerkenswerte Fernsicht belohnte uns an diesem Tag für die Anstrengungen. Für mich selbst hat das Thema Außenlandung ein wenig vom Schrecken genommen. Die wichtigste Erkenntnis: Wiesen die einen unlandbaren Eindruck machen werden erst durch das Begehen wieder landbar. Es war ein erfahrungsreicher und schöner Ausflug. Vielen Dank dass ich daran Teil haben durfte.

Sigrid